Dürfen Hunde Katzenfutter essen?
geschrieben am 29.03.2011 von
Anja
Hunde und Katzenfutter? Um es kurz zu machen: Nein, Katzenfutter ist für Hunde absolut tabu.
Genauso sollte eine Katze kein Hundefutter bekommen. Sicherlich ist es nicht weiter schlimm, wenn Hunde und Katzen einmal wechselseitig am Napf des anderen naschen.
Doch können Hunde ernsthaft erkranken, wenn sie dauerhaft mit Katzenfutter ernährt werden, genau so umgekehrt. Der Grund ist einfach: Die angebotenen Tierfutter sind auf die speziellen Ernährungsbedürfnisse des Hundes oder der Katze abgestimmt. Katzen brauchen äußerst eiweißreiches Futter mit Taurin. Diese Aminosäure können Katzen nicht selbst herstellen, Hunde von Natur aus schon. Daher benötigen Hunde ein Futter, was mit weniger Eiweiß und mehr Kohlenhydraten und damit auch mit sehr viel weniger Taurin versehen ist.
Eiweiß findet man in Milch, Fisch und Fleisch und damit eben im Katzenfutter, während beim Hundefutter mehr Kohlenhydrate, wie Zusätze von Getreide oder Gemüse, enthalten sind. Hundefutter hat damit umgekehrt für Katzen zuwenig Fleisch und zu viel Kohlenhydrate, Eine Katze bekommt davon schlechte Augen und stumpfes Fell. Die Regel ist für das Hundefutter: ein Drittel Eiweiß und zwei Drittel Kohlenhydrate. Beim Katzenfutter ist es umgekehrt. Bei Hunden sind Auswirkungen beim dauernden Fressen von Katzenfutter sehr viel größer.
Da im Katzenfutter zuviel Proteine für den Hund enthalten sind, wird er mit den für ihn notwendigen Nährstoffen unterversorgt, mit dem Zuviel an Eiweiß gleichzeitig überfüttert und kann dick werden. Der Hund reagiert mit heftigen Blähungen und Durchfall, schlimmstenfalls mit Nierenversagen, was unweigerlich zum Tode führt.